Das Archiv

Schönborner Hof (Foto: Till Benzin, 2019)
Das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg ist eines der ältesten und größten historischen Archive in Unterfranken.
Aufgrund seiner Bestände und der historischen Rolle Aschaffenburgs kommt dem Archiv eine auch überregional bedeutende Rolle zu. Die Archivbestände werden von einer umfangreichen Landeskundlichen Bibliothek ergänzt.
Archiv und Bibliothek stehen allen Interessierten offen – vor Ort im Schönborner Hof, aber auch immer mehr digital.
  • Stiftsarchiv (seit 1127)
  • Aschaffenburger Stadtarchiv mit Sammlungen
  • Zeitungs- und Fotobestände
  • Lesesaal und Landeskundliche Bibliothek
  • Archivierung und Erschließung
  • Beratung und Familienforschung
  • Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen
  • Digitale Angebote, Digitalisierung
  • Präsentation und Vermittlung der Stadtgeschichte
  • Geschäftsstelle des Geschichts- und Kunstvereins
Wir freuen uns auf Sie und beraten Sie gerne!

Archivgeschichte

Das historische Archiv der Stadt Aschaffenburg befand sich über Jahrhunderte im Rathaus und wurde erst 1931 als eigenständige Institution gegründet. Seit der Angliederung des Stiftsarchivs 1939 trägt es den Doppelnamen „Stadt- und Stiftsarchiv“. Nach wechselnden Domizilen (1931–1945 Schloss Johannisburg, 1946–1962 Villa Desch in der Grünewaldstraße 7, 1962–1981 VHS-Gebäude Marktplatz 2–4 und Treibgasse 20) hat das Stadt- und Stiftsarchiv seit 1982 seinen Platz im Schönborner Hof, dem ehemaligen frühneuzeitlichen Adelspalais der Familie Schönborn, gefunden. Für Veranstaltungen wird auch das neben dem Schönborner Hof befindliche Storchennest (erbaut um 1600) genutzt. Zum Gebäude des Schönborner Hofs gehört auch eine historische Hauskapelle der Familie von Schönborn. Die nahezu im Originalzustand erhaltene Kapelle kann nach Voranmeldung über das Stadt- und Stiftsarchiv für Gruppen geöffnet werden.

Mitarbeit

Ehrenamtliche, Bundesfreiwilligendienst und Praktika

Im Stadt- und Stiftsarchiv sind derzeit mehrere ehrenamtliche Mitarbeiter*innen tätig, die das Archiv bei Projekten und Sonderaufgaben unterstützen. Derzeit sind dies: Barbara Ebert, Maria Hofmann sowie Peter Schneider.

Eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst ist im Archiv eingerichtet. Außerdem werden regelmäßig Praktika angeboten.

Publikationen

In der seit 1988 bestehenden Verlagsreihe „Aschaffenburger Studien“, herausgegeben im Auftrag der Stadt Aschaffenburg durch das Stadt- und Stiftsarchiv, sind inzwischen 20 Bände erschienen; die Reihe ist unterteilt in „I. Stadtgeschichtliche Beiträge“ und „II. Dokumentationen“. Besonders hervorzuheben sind die Fotobände „Menschen in Aschaffenburg“, die in drei Bänden vorliegen und genau 100 Jahre Stadtgeschichte – von 1865 bis 1965 – dokumentieren, sowie die Fotobände sämtlicher Stadtteile der Stadt Aschaffenburg.

Weitere Veröffentlichungen wie Sonderpublikationen und Reprints mit stadtgeschichtlichen Beiträgen sowie die „Mitteilungen aus dem Stadt- und Stiftsarchiv“, die lokalgeschichtliche und wissenschaftliche Aufsätze beinhalten, ergänzen das Angebot.

Die „Mitteilungen aus dem Stadt- und Stiftsarchiv“ liegen auch in digitaler Form frei zugänglich vor. Mehr dazu unter dem folgenden Link.

Eine Gesamtübersicht mit Angaben zu den Preisen finden Sie hier (pdf)! Sämtliche Publikationen sind im Stadt- und Stiftsarchiv käuflich zu erwerben oder werden auch per Post verschickt (zzgl. Versandkosten). Richten Sie bitte Ihre Bestellung an den unter „Adresse“ angegebenen Kontakt.

Aufgaben

Die Quellen zur mehr als 1000-jährigen Stadtgeschichte werden im Stadt- und Stiftsarchiv gesammelt, aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es handelt sich einerseits um jahrhundertealte Urkunden, andererseits um ausgewählte amtliche Unterlagen der Stadtverwaltung. Ergänzend kommt bedeutsames Schriftgut von Firmen, Vereinen, Parteien, öffentlichen Stellen oder Privatpersonen hinzu, sofern es für die Stadtgeschichte interessant ist. Bildmaterial, Zeitungen und Literatur vervollständigen den Bestand. Die originale Überlieferung reicht von 1127 bis heute. Die Verluste infolge von Kriegen und unsachgemäßer Aufbewahrung lassen sich nicht genau beziffern.

Zu den Kernaufgaben des Archivs zählen: Bewertung und Übernahme von amtlichen und nichtamtlichen Unterlagen, Erschließung und Verfügbarmachung, Bestandserhaltung und Sicherung der Archivalien. Durch die Erschließung werden die Unterlagen zur Benutzung bereitgestellt, sei es zur historischen Forschung oder zur Erbringung von Rechtsnachweisen. Hinzu kommt eine breit angelegte und sich an die gesamte interessierte Öffentlichkeit und Bevölkerung richtende Vermittlungsarbeit, beispielsweise durch Ausstellungen, Publikationen und Vorträge sowie mehr und mehr auch digitale Angebote; archivdidaktische Angebote (für SchülerInnen bzw. LehrerInnen) ergänzen die stadtgeschichtlichen Vermittlungsangebote. Das Stadt- und Stiftsarchiv ist ebenso Dienstleister bzw. Ansprechpartner der Stadtverwaltung, z.B. in Fragen des „Records Managements“ und der Aktenführung; zu den Zukunftsaufgaben zählt dabei auch die Anlage und Führung eines digitalen Archivs.

Ausstellungen

Das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg veranstaltet seit 1984 wechselnde Ausstellungen zu stadtgeschichtlichen und kulturhistorischen Themen. Dadurch sollen das Geschichtsbewusstsein und das Interesse an der Lokalhistorie gefördert, die Beschäftigung mit der Vergangenheit sowie die Aufarbeitung jüngster Geschichte forciert, aber auch die wissenschaftlichen Forschungsprojekte und die Archivbestände in der breiten Bevölkerung bekannt gemacht werden.

Zu unseren aktuellen Ausstellungen seit Juni 2018 finden Sie die entsprechenden Artikel in unserem Blog.

Laufende Ausstellung: Wanderausstellung „Krieg und Freiheit“, 16.9.-25.10.2019 (Informationen finden sich hier).

Kommende Ausstellung: Holz macht Sachen! Holz, Baum, Wald und Du? (30.11.2019 bis 28.2.2020) (ausführliche Informationen finden sich hier).
Einen knappen Überblick über alle Ausstellungen von Mai 1984 bis Mai 2019 finden Sie hier (pdf). Ausführlichere Texte für Ausstellungen seit 2007 finden Sie hier.