Filmbeitrag zur Unconference und zum EU-Projekt:

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Austausch zur Zukunft einer bürgernahen Digitalisierung

Das EU-Projekt „Dialog City“ ist gestartet. In diesem Projekt werden die Partizipation und die digitale Transformation sozial-integrativer, umweltfreundlicher und wirtschaftlich nachhaltiger Strukturen gefördert. Im Rahmen eines kreativen Konferenzformats („Unconference“) wurde „Dialog City“ in Anwesenheit von Judith Gerlach, Staatsministerin für Digitales, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Internationale Expertinnen und Experten aus insgesamt neun europäischen Staaten, die Projektpartner des Projekts sowie interessierte Bürger*innen haben sich an der TH Aschaffenburg intensiv über Fragen einer bürgernahen und partizipativen Digitalisierung ausgetauscht. Mehr als 60 Personen nahmen an der Konferenz teil.

Initiator und Koordinator des bis 2025 laufenden Projekts „Dialog City“ ist die Stadt Aschaffenburg. Die Förderung des Projekts mit knapp einer Million Euro durch die EU ist auch eine Bestätigung der dialogorientierten Digitalisierungsstrategie der Stadt Aschaffenburg: „Bei der Dialog City steht immer der Mensch im Mittelpunkt – das heißt, dass wir für Aschaffenburg eine technologisch fortschrittliche, wirtschaftlich erfolgreiche, ökologisch nachhaltige und sozial inklusive Stadt wollen“, sagt Eric Leiderer, Bürgermeister und Digitalreferent der Stadt Aschaffenburg. „Dafür ist es zwingend notwendig, die anstehende Digitalisierung im Dialog mit den Bürger*innen zu gestalten.“ [Update: Interview mit Bürgermeister Leiderer im Tagesspiegel, Background: LINK]

Judith Gerlach, Staatsministerin für Digitales und Schirmherrin der Unconference, erklärte in ihrer Rede: „Aschaffenburg wächst und wächst – wie die meisten bayerischen Städte. Diesen Wandel sehen wir als Chance, innovative Stadtentwicklung zu gestalten. Und das auch und gerade mit digitalen Lösungen, wie sie hier im Barcamp entwickelt wurden. Das entspricht ganz meinem Motto: Die Digitalisierung soll für die Menschen da sein und ihnen helfen. So gestalten wir lebenswerte und – im wahrsten Sinne des Wortes – smarte Städte.“

Eine „Unkonferenz“ (oder: „BarCamp“) ist eine innovative ergebnisoffene und niedrigschwellige Konferenzform, die der hierarchiefreien Diskussion, dem Austausch und der Vernetzung von Ideen dient. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können die Agenda mitbestimmen. „Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Auftaktveranstaltung zum EU-Projekt Dialog City bei uns an der TH Aschaffenburg. Es zeigt sich erneut, dass Aschaffenburg als Wissenschaftsstandort und Motor für kreative und innovative Konzepte im Bereich Digitalisierung in Europa immer mehr an Bedeutung gewinnt“, erklärt Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Präsidentin der TH Aschaffenburg.

Professor Klaus Zindler, Vizepräsident Forschung der TH Aschaffenburg ergänzt, dass die praxisnahe Technische Hochschule bereits seit Jahren erfolgreich mit der Stadt Aschaffenburg kooperiere: „Unser gemeinsames Ziel ist es, wissenschaftliche Expertise zugunsten der Weiterentwicklung unserer Kommune einzusetzen, um das Leben der Bürgerinnen und Bürger sicherer und attraktiver zu gestalten. Wir freuen uns, dass wir Gastgeberin der Auftaktveranstaltung dieses neuen, vielversprechenden Projekts sein durften.“

 

Zum Hintergrund:

Das Projekt „Dialog City“ wird vom Creative Europe Programm co-finanziert und wird von Mitte 2022 bis Ende 2025 umgesetzt. Das Projekt wurde initiiert und wird koordiniert vom Stadtarchiv Aschaffenburg. Projektpartner sind Culturepolis in Griechenland, die Stadtmuseum Graz GmbH, aus Italien die Fondazione Cirko Vertigo, das Centro Formazione Professionale Cebane Monregalese und das Consorzio Interaziendale Canavesano per la Formazione Professionale CIAC, sowie Quatorze aus Frankreich. Das Förderbudget umfasst ca. 1 Million Euro.

Das europäische Projekt „Dialog City“ ist aus der Überzeugung heraus entstanden, dass pure technische Innovation viel zu kurz greift. Es bedarf einer neuen Denkweise, um die digitale Transformation begreifbar und anwendbar zu machen. Ziel von „Dialog City“ ist es deshalb, sozialintegrative, umweltfreundliche und wirtschaftlich nachhaltige Strukturen mit urbaner Digitalisierung zu verbinden.

Mitmachen steht daher im Mittelpunkt. Mit der Entwicklung neuer Ansätze wird digitale Innovation an die unmittelbare Beteiligung der Bürger*innen geknüpft. Die Erstellung eines digitalen „Bürgerarchivs ist dabei ein wesentliches Element des europäischen Projektes. Drei Hybrid Festivals dienen als physisch-digitale Kulturveranstaltungen, um ein vielfältiges Publikum in fünf europäischen Ländern zu erreichen. Ein Art for Public-Residenzprogramm lädt Künstler*innen ein, auf der Grundlage eines partizipativen Ansatzes Ideen für urbane Interventionen zu produzieren. Und die Entwicklung eines Future Literacy Programms bietet die Möglichkeit, Zukunft neu zu denken und sie heute, hier und jetzt mitzugestalten.

 

 

 

 

 

 

Fotos (Till Benzin): 

Graphic-Recording als „Protokoll“ bei der Unconference (Brigitte Seibold)

Staatsministerin Judith Gerlach beim Abschluss-Statement

Bürgermeister und Digitalreferent Eric Leiderer bei der Begrüßung der Teilnehmer*innen

Grafik bei der Unconfernece (Brigitte Seibold)

Kontakt:

Dr. Joachim Kemper

Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

joachim.kemper@aschaffenburg.de bzw. 06021 330 2420

 

 

Stadt Aschaffenburg

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