Die Stadt Aschaffenburg, der Förderkreis „Haus Wolfsthalplatz“, das Martinushaus und weitere Akteurinnen und Akteure gedenken der Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938. Aus diesem Anlass finden am 9. November 2024 sowie im Kontext des Gedenktags folgende Veranstaltungen statt:
Führungen im Jüdischen Museum, 9. November 2024, 17:00 und 19:00 Uhr (wichtig: Die Teilnehmer*innenzahl für die Führung ist auf 15 Personen begrenzt. Das Museum ist leider nicht barrierefrei). Anmeldung unter 06021 – 444 79 50 oder stiftsmuseum@aschaffenburg.de)
Um 18:00 Uhr beginnt die Gedenkfeier am Wolfsthalplatz (9. November 2024) mit musikalischer Umrahmung. Zu den Veranstaltern gehören die Stadt Aschaffenburg und der Förderkreis „Haus Wolfsthalplatz“.
Weiter wird auf folgende Veranstaltungen hingewiesen (Liste wird ergänzt):
- Verleihung des 10. Aschaffenburger Mutig-Preises 2024 (Stadttheater, 9.11.2024, 11:00 Uhr)
- Kundgebung mit Mahnwache an der Sandkirche: „Ausgrenzung – Verfolgung – Deportation. Flucht ist kein Verbrechen!“, 9.11.2024, 17:00 Uhr (Bündnis gegen Rechts)
- „Jüdische Nachbarn: Rede mer mal Tacheles!“ mit Liedern aus dem jiddisch/jüdischen Kulturkreis, Jörgen Poth/Reinhard Frankl (9.11.2024, Konzert im Künstlertreff Café Krem, Riesengasse 10, Beginn: 20:00 Uhr, Eintritt Hutkasse)
Als ehemaliger Aschaffenburger Jahrgang 1940, habe ich nur eine Frage, wo war die ehemalige Synagoge.
Hier in der Schweiz fängt man jetzt an, auch Stolpersteine zu setzen nicht nur in Konstanz.
Schauen Sie z.B. mal gerne hier: https://hdbg.eu/juedisches_leben/synagoge/aschaffenburg/40
[…] Weitere Infos und aktualisierte Liste unter:https://stadtarchiv-aschaffenburg.de/gedenken-an-die-pogromnacht-vom-9-november-1938-2024# […]
Leider habe ich keine Möglichkeit gefunden, unter https://hdbg.eu/juedisches_leben/synagoge/aschaffenburg/40 zu kommentieren.
Daher hier noch folgende Angaben für Herrn Sauer:
Die Aschaffenburger Zeitung vom 29. September 1893 führt anlässlich der öffentlichen „Probebeleuchtung der neuen Synagoge“ u. a. aus:
„Einhellig war das Lob über die Schönheit und Pracht des nun vollendeten Tempels, der die architektonischen Sehenswürdigkeiten unserer Stadt um eine weitere vermehrt. Anerkennung vor Allem verdienen die Bauherren, die Herren der Israelitischen Kultusverwaltung – Vorstände sind derzeit die Herren Abr. Hamburger jr., dann Leop. Sternheimer und Max Hamburger, die unbeirrt von mancherlei, nicht geringen Schwierigkeiten das Projekt des Synagogen=Neubaues bis zur That gefördert und nun dank der Opferwilligkeit und dem frommen Sinn ihrer Gemeinde ein Denkmal geschaffen haben, das noch in spätesten Zeiten ein beredtes Zeugnis von der Pietät und dem Kunstsinn der Väter ablegen wird. Lob und Anerkennung verdienen aber auch die Architekten des Baues, die Herren Fr. und R. Wörner“. Und weiter: „nicht minder wie Herr Stadtbauamrs-Assistent Scheuring, der mit großem Genie die innere Ausstattung stilgerecht besorgt hat; in der That ist es Herrn Scheuring wohl gelungen, das so selten bebaute Feld der orientalischen Formen mit Erfolg zu bearbeiten: Ein prächtiges harmonisches Ganzes, herrlich durch seinen Reichtum an Farben und origineller Ornamentik“. Weiterhin heißt es dort: „Von ganz imposanter Wirkung ist die große Kuppel über dem Hauptraum, die durch Anbringung, von unten nicht sichtbarer Oberlichter nur noch mehr zur Geltung kommt. Einen noblen Eindruck machen die acht Säulen aus pol. Spessart=Granit, von denen die Weiber=Emporen getragen werden (nebenbei gesagt, das erste Mal, das Granit aus den Stengerts=Brüchen in dieser Form in einem größeren Bau zur Anwendung kommt).“
Anmerkung: Mit „Stengert=Brüchen“ sind die ehemaligen Steinbrüche am Stengerts im Stadtteil Schweinheim gemeint.