Mit „Stadtkunst“ konnte im Jahr 2023 ein grundlegendes Buch zur Kunst im öffentlichen Raum in Aschaffenburg publiziert werden (Autoren/Bearbeiter: Bruno Geißel, Bernd Keßler und Thomas Ratzka). Das Werk, koordiniert seitens der Stadt Aschaffenburg und publiziert beim Verlagsatelier Michael Pfeifer, nahm sich der zahlreichen Denkmale, Kunstobjekte und Brunnen, aber auch der besonderen und künstlerischen Fassadengestaltungen an, die quasi eine „Galerie in der Öffentlichkeit“ bilden. Das Stadt- und Stiftsarchiv hat jetzt die Abbildungen sowie die Beschreibungen der Kunstobjekte in einem gesonderten Bereich des digitalen Stadtlabors „Aschaffenburg 2.0“ zusammengestellt: https://aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de/projekt/stadtkunst/
Die Einträge zu den Kunstwerken bieten nun, worauf der für Stadtgeschichte zuständige Bürgermeister Eric Leiderer hinweist, „eine überall greifbare und nachlesbare digitale Erweiterung des Stadtkunst-Buches.“ Leiderer: „Es handelt sich hier ja um Kunst außerhalb der Museen oder von Ausstellungshallen, die dafür aber im gesamten Stadtbild verteilt ist. Über die Kartenfunktion des Stadtlabors, auf der die Stadtkunst-Objekte ein eigenes grafisches Symbol bekommen haben, können auch Objekte erkundet werden, die sich gerade in der Nähe der suchenden Person befinden.“
Die einzelnen Einträge bestehen in der Regel aus einer Abbildung, dem Titel des Kunstwerks sowie weiteren Informationen, etwa zur Künstlerin oder zum Künstler, einer Beschreibung, dem Ort und Jahr. Die Navigationsmöglichkeiten der Stadtkunst-Seite werden in nächster Zeit noch optimiert, doch bereits jetzt bietet die digitale Zusammenstellung eine umfangreiche Möglichkeit zum Entdecken und Stöbern. Die Bearbeitung des neuen digitalen Angebots hat die Kurt Gerd Kunkel-Stiftung gefördert. Die Bearbeitung und Dateneingabe erfolgte durch Justyna Baumgart in Zusammenarbeit mit Eva Jedlitschka, Angelina Focht und Melissa Schuck.
Direktlink zur Stadtkunst digital: https://aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de/projekt/stadtkunst/
Das Buch „Stadtkunst“ ist weiterhin im Buchhandel sowie unter anderem im Stadt- und Stiftsarchiv, Wermbachstraße 15, erhältlich (https://stadtarchiv-aschaffenburg.de/produkt/stadtkunst).
Abbildungen:
Bild 1: Zeitgenössische Fassadenkunst. Wandverwandlung Zuversicht: Marc Robitzky, 2016 – Das große Fassaden-Portrait (Mural) im Streetart-Stil ist verbunden mit kleineren realen und irrealen Motiven. „Die auf dem zehn mal sieben Meter großen Bild dargestellte junge Frau zeigt sich von dem visuellen Trubel am rechten Bildrand unbeeindruckt. Dort versammeln sich eine auf einer fliegenden Eule reitende Frau mit Fernrohr, ein Mann mit Kind, eine Tanzende sowie aufgekratzte und zähnefletschende Comic-Figuren im Graffiti-Stil.“ (Main-Echo, 16. Juli 2016) Das Werk entstand anlässlich der Museumsnacht am 9. Juli 2016.
Bild 2: Fassadenkunst: Landschaftsbild mit Bach und Bäumen, 1963, Siegfried Rischar, Schweinheim.
Bild 3: Rockband Hanauer Straße. Fa. Hinz & Kunst, München, 1997
Metallplastik aus Schrauben, Muttern und Bolzen, Beleuchtungsschläuche.
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