Johann Schweikhard von Kronberg, von 1604 bis zu seinem Tod 1626 Erzbischof von Mainz, hat zweifellos für Aschaffenburg mit dem Bau von Schloss Johannisburg sowie für das gesamte Erzstift Mainz Wichtiges geleistet. Während seiner Herrschaft starben allerdings auch hunderte Menschen als Folge von Hexenprozessen, die als Element der Gegenreformation wie auch als Finanzierungsquelle anzusprechen sind. Dieses Spannungsfeld wird auch im Rahmen des Jubiläumsjahrs thematisiert werden.

Zum 400. Todestag sind seitens der Stadt Aschaffenburg, teils gemeinsam mit Kooperationspartnern, mehrere Veranstaltungen zu Johann Schweikhard von Kronberg geplant. Die Veranstaltungen finden ab Ende September 2026 statt und werden in absehbarer Zeit verstärkt öffentlich angekündigt werden. Weitere Informationen erfolgen natürlich auch über die beteiligten Partnereinrichtungen. Es soll ein breites, stadtgeschichtlich interessiertes Publikum angesprochen werden. Die geplanten Veranstaltungen werden durch das Stadt- und Stiftsarchiv gemeinsam mit den Museen der Stadt und dem Kulturamt vorbereitet und durchgeführt, das Führungsnetz bietet Themenführungen an.

25. September 2026, Ridinger-Saal (Schloss): Abendveranstaltung zum 400. Todestag. Musiziert werden Instrumentalwerke von Philipp Friedrich Buchner sowie Ausschnitte aus dem Johannis-Oratorium von Daniel Bollius, Hofkomponist am Mainzer Hof. Dieses Werk wurde Kronberg gewidmet und in seiner Anwesenheit uraufgeführt (das Instrumentalensemble Plectrum musicum Mainz unter der Leitung von Johannes Herres hat sich als Originalklangensemble der Wiederaufführung unbekannter Werke aus den Federn von Mainzer Hofkomponisten verschrieben). Abendvortrag von PD Dr. Thomas Schauerte.

Ausstellung (Stiftsmuseum und Stiftskirche): „Um Kunst und Glauben: Kurfürst Johann Schweikard von Kronberg und Aschaffenburg“, 2. Oktober 2026 bis 7. Januar 2027, Kurator PD Dr. Thomas Schauerte.

24. November, Wissenschaftlicher Vortragsabend, Martinushaus, unter Beteiligung von Prof. Dr. Bettina Braun (Mainz, Moderation), Prof. Dr. Johannes Dillinger (Oxford, „Johann Schweikard von Kronberg und die Hexenverfolgung. Ereignisse und Kontexte“) und Prof. Dr. Claus Arnold (Mainz, „Schweikhard von Kronberg und die katholische Gegenreformation“). Organisation: Stadt- und Stiftsarchiv/Martinushaus.

Zusätzlich sind seitens des Führungsnetzes spezifische Themenführungen vorgesehen.

 

Planungsstand: März 2026.

Porträt Schweikhard von Kronberg: Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, ssaa-pt-16.