B’nai B’rith. Eine jüdische Loge in Aschaffenburg
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bestanden eigene jüdische Logen – die „B’nai B’rith“ („Söhne des Bundes“), die sich ähnlich wie die Freimaurer für Toleranz und Wohlfahrt in- und außerhalb der jüdischen Gemeinschaften einsetzten. Im 20. Jahrhundert erlebte die Aschaffenburger B’nai-B’rith-Loge jahrelange und systematische Schikanen und am Ende die Vernichtung. An diesem Abend stehen die persönlichen Schicksale der Logenmitglieder, ihre Verfolgung und den Verlust, den die Auflösung der Loge für sie bedeutete, der Raub der Existenzgrundlage und zuletzt auch Vertreibung, Suizid oder Ermordung. Am Vorabend des Gedenktags für die Opfer des Holocaust wird exemplarisch an die jüdische Loge in unserer Stadt erinnert.
Referent: Daniel Schleusener (Aschaffenburg). Kooperationsveranstaltung zwischen dem Martinushaus, der Stadt Aschaffenburg und dem Förderkreis Haus Wolfsthalplatz e.V.
Ort: Martinushaus.
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