Im Jahr 2026 jährt sich zum 80. Mal die erste Wahl des Aschaffenburger Stadtrats nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Am 26. Mai 1946 fanden diese Stadtratswahlen statt. Seitdem prägt der Stadtrat mit seinen Vertreter*innen nicht nur die politisch-gesellschaftliche Entwicklung der Stadt, sondern letztlich auch die Geschichte der Stadt entscheidend mit. In einem Abend mit Kurzvorträgen und einer Gesprächsrunde mit Zeitzeug*innen werden verschiedene Aspekte dieses Jubiläums in den Blick genommen. Die Veranstaltung findet am 20. Januar 2026 im Martinushaus um 19:30 – 21 Uhr im Rahmen der „Dienstagsgespräche“ statt. Sie besteht aus zwei Teilen: Im ersten Teil werden zwei Referenten, Dr. Oliver Braun und Dr. Julius Goldmann aus ihrem Wissensfundus vortragen. Herr Braun, der Mitarbeiter der zweibändigen Aschaffenburger Stadtgeschichte war und an der Edition der Protokolle des Bayerischen Ministerrats von 1945 bis 1962 arbeitet, wird in seinem Einführungsvortrag einen Überblick über die Lage der Stadträte in Bayern nach 1945 geben. Danach geht der Historiker Julius Goldmann, der an der Universität Würzburg lehrt und ebenfalls Mitarbeiter der Aschaffenburger Stadtgeschichte war, in seinem Vertiefungsvortrag auf die Situation in Aschaffenburg ein. Das Augenmerk der Referenten richtet sich auch auf die Demokratisierungsprozesse nach dem „Dritten Reich“. Nach den beiden Vorträgen und einer anschließenden Fragerunde wird die Stadtheimatpflegerin Dr. Anika Magath eine Podiumsdiskussion moderieren, an der die langjährige Stadträtin Gabriele Bokr, Elisa Narloch vom Stadtjugendring und der Journalist Peter Freudenberger teilnehmen werden.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Martinushaus-Martinusforum.